Unterbarmen - Nabel von Wuppertal
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Autor Thema: De Iisfabrik vam lewen Ronald  (Gelesen 3389 mal)
Ongerbarmer
Unterbarmer sind die Kupferlappen, wenn der Rest Taler sind
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« am: 31. Januar 2011, 18:15:48 »

Auszug vom Text, Rest auffe Seite unter:http://unterbarmen.im-wuppertal.de/unterbarmer_Hahn3Eiswerk.html



In den frühen 1960er Jahren, als Luft noch was Sauberes und Sex noch was Schmutziges war, wurde Ronnie (15) aus Unterbarmen, der sich vorwiegend für Jack London, Billy Jenkins, Terra-Hefte und seine hübsche Schulfreundin Carmen interessierte, von seinem Kumpel Rolf aus der Wittensteinstraße aufgeklärt!

Nee, nicht über das, was ihr jetzt denkt! Das wusste er schon!

Rolf klärte ihn über die Existenz eines Rundfunksenders auf. Der Sender hieß BFN. Nicht Beh-Eff-Enn, sondern Bi-Eff-Enn. Es war nämlich ein englischer Sender, auch wenn er in Köln saß. Der ahnungslose Ronnie hatte bis dahin geglaubt, Radio Luxemburg wäre für Musikfans das Nonplusdingens. Weit gefehlt!

Der Sender BFN (British Forces Network; später BFBS = British Forces Broadcasting Service) wurde, man glaubt es kaum, von britischen Soldaten (!) betrieben. Die dort abgespielten Platten veränderten nicht nur Ronnies junges Leben. Vor der Entdeckung dieses Senders waren er und andere seiner Art leider gezwungen, sich den gleichen Schrott anzuhören wie ihre Alten: Caterina Valente (die hatte bekanntlich ’n Arsch wie ’ne Ente), Vico Torriani und Rudi Schuricke. Die Alternative wäre die „Fuge in Fis-Moll“ von Johann Sebastian Klutz oder ähnlich trauriges Zeug gewesen, wie es die Kniebundhose und Baskenmütze tragenden Pfeifenraucher aus dem Gumminasium Siegesstraße hörten, aber doch kein zukünftiger Beatnik und Rebell gegen das Spießertum!

Bis zur Entdeckung des Senders BFN durften Ronnie und seine Freunde nur zwischen Dash und Omo wählen, ... Rest zu lesen: http://unterbarmen.im-wuppertal.de/Contents/Bilder2Ebene/Hahn/Ronnie-Dieter-1.jpg
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Hängerm Haspel es no wat
PRhard
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« Antworten #1 am: 21. Februar 2011, 12:46:36 »

Tach tosamm' !

Zu der alten "Eis-Fabrik" ist mir auch noch was eingefallen :
Hier is mein Vater (Ende der 50er - Anfang der 60er) regelmäßig mitte Sackkarre losgetrokken
und hat Eisblöcke für unser'n "Kühlschrank" (in einem Teil der "Dachrinne" - wir wohnten dunnemals
owen ongerm Dach) geholt.
Die "Wohnverhältnisse" damals: mit 4 Personen (Eltern und 2 Kinder) auf 2 Zimmern; Waschbecken
im Hausflur und Klo 'ne halbe Treppe tiefer - Türöffner für die Haustüre unten per Hebel/Seilzug von
oben etzettera, etzettera . . . - richtich toff !

Ach ja - "gebadet" wurde Freitags - in der Zink-Badewanne . . .                                              PR
« Letzte Änderung: 21. Februar 2011, 12:59:00 von PRhard » Gespeichert
dieter48
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« Antworten #2 am: 22. Februar 2011, 19:22:09 »

freitags badetag,in der zinkwanne das kenn ich auch noch.das schlimmste war das plumsklo,der gestank war nicht auzuhalten.wenne dat unsere blagen vertälls die glöven dat nich.kühlschrank watt war dat denn?eck wes noch wie de margarine em sommer flüssig woar bei dattich grad ungerm dach,et woar trotzdem toff.hüt verblöden de blagen vorm PC.gruss dieter
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PRhard
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« Antworten #3 am: 22. Februar 2011, 21:46:58 »

Hallo, Dieter !

Wie gesacht, unser "Kühlschrank" war'n Teil der Dachrinne - mit Eis "päpariert" . . .
Vatter war Zimmermann un hat da wohl'n entsprechendes Behältnis, Gestell o.ä. -
wer kann dat getz noch nachvollziehen - platziert.

Tja, un wennze heute den PC schon zum Standard zählen kannz -
wir haben unser'n ersten Fernseher (! - deshalb weiß ich dat auch noch) kurz vor der WM '66
in England gekricht.

Mein erstes Spiel davon - das 5:0 gegen die Schweiz - hab' ich allerdings auff'm Nachhauseweg
vonne Probe bei der WUPPERTALER KURRENDE durch's Fenster der Tankstelle in der Wupperstraße
gesehen - seltsam, was einem so alles noch einfällt, wenn man(n/frau) anfängt "zurückzublicken" !?

Nothing for ungood - PR
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« Antworten #4 am: 23. Februar 2011, 04:03:57 »

Wat bleibt uns aöten Säcken denn noch, blos dat nach hinten gucken. Vörne löppt doch kaum noch wat, dat mach anne Perspektive oder am Ausblick liegen
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Hängerm Haspel es no wat
Morse
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« Antworten #5 am: 05. März 2011, 23:36:32 »

Hallöchen,

Den BFN kenne ich nicht (auf UKW?), aber den BFBS! Auf ca. 96 MHz damals. Habe mir immer die Top Twenty angehört sonntagsnachmittags und zum Englisch üben auch mal in der Woche ein Rezept mitgeschrieben.

Radio Luxemburg war super, entdeckte ich so 1966 (siehe Buch). Daher meine Liebe zur Motown Musik, die ich immer noch herrlich schmissig finde, und andere "normal" englischen Pop. Das kam abends im englischen Programm ab 8 Uhr.
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« Antworten #6 am: 06. März 2011, 09:42:27 »

Au ja - Radio Luxenburg war auch für mich während der Jugend "Pflicht-Programm".

Unvergessen das Ritual, wenn wir Kinder Sonntags bei'm Spülen/Abtrocknen um 14 Uhr
die Hitparade (mit "Frank") anhören konnten -
da kam eben fast ununterbrochen "unsere" Musik !
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« Antworten #7 am: 06. März 2011, 10:19:17 »

Welche Musik war das? Deutschsprachige? Denn für das deutsche Programm auf MW 1440 kHz hatte ich kaum Interesse, hörte trotzdem ab und zu mal, denn im WDR 2/unser "Haussender" gabe es glaube ich so gut wie keinen (englischsprachigen) Pop nach dem Mittagsmagazin - meine Leib- und Magen-Sendung der Instrumental-Musik wegen - bis 15.30 Uhr. Den zog ich mir dann eben abends auf Luxemburg rein. Es gibt auch viel zu finden auf Internet zu Radio Luxemburg (Fan-Seiten mit auch Original-Jingles).
« Letzte Änderung: 06. März 2011, 10:21:03 von Morse » Gespeichert
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« Antworten #8 am: 06. März 2011, 12:13:08 »

Diese erwähnte Hitparade -  das waren "unsere" Lieblingstitel; sozusagen ausschließlich englischsprachig . . .
BEATLES, Stones, Searchers, BeeGees (damals noch zu 5t), Hollies (da hab' ich in diesem Zusammenhang
komischerweise immer noch deren "Sorry Suzanne" in Erinnerung !?) usw., usw. . . .
« Letzte Änderung: 06. März 2011, 12:14:59 von PRhard » Gespeichert
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« Antworten #9 am: 09. März 2011, 20:33:03 »

Gövt et no ömmes, dä seck anne "Knochenmühle" (Dr. Bennewitz) erinnert ?

Hab' - leider (oder glücklicherweise?) keine persönlichen Erfahrungen/Erinnerungen.
Wenn aber davon erzählt wurde, schwang da immer auch ein bißchen "gruseln" mit
(zu Recht?) . . .
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« Antworten #10 am: 10. März 2011, 06:04:39 »

Sicher erinnere ich den Laden. Hab ich auch schon was zu geschrieben. Wenn nicht hier, dann im Plattkallerforum.
Bennewitz lief in seinem Laden immer mit blutverschmierter langer Gummischürze herum. Das schuf ordentlich Angst, wenner dich behandeln wollte. Ich hatte ein mal das Vergnügen. Bekam aber letztendlich von ihm "Flomen" verordnet. Hatte mir eine Finger gequetscht, und sollte dan das Flomen da drauf schmieren...
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Hängerm Haspel es no wat
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« Antworten #11 am: 10. März 2011, 12:01:34 »

Schad um dat Flomen - wär doch au'm Bütterken viel besser aufgehoben . . .

Sach ma :
warum bekomme ich bei jedem Versuch zum Einloggen erstmal den Hinweis das Passwort ist falsch und muß es dann nochmal manuell eingeben ?
Hab's auch nochmal "neu angelegt" -  ist nach wie vor, wenn es dann oben in dem Kästchen automatisch erscheint,
angeblich falsch . . .
« Letzte Änderung: 10. März 2011, 12:03:06 von PRhard » Gespeichert
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« Antworten #12 am: 10. März 2011, 15:35:34 »

Geht mir bei automatischem Einloggen ebenso. Noch versteh ich et nich?
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« Antworten #13 am: 20. März 2011, 12:56:43 »

Als ich 11 war, spielten die männlichen Unterbarmer Köttels fleißig Kuhbub und Indianer, und zwar im Kothener Busch, oberhalb des Spielplatzes, auf dem wir auch mit 14 die erste Pulle Bier verschnabulierten. (Die Säufer waren die üblichen Verdächtigen: Ralph Benesch, Rainer Biskup, Kurt Pflug, Gilbert Castello, Wolfgang "Wollam" Grosbach, Rolf Rundmund, Tom und Dennis [kein Schwein wusste, wie sie wirklich hießen] und ich, der unschuldige Ronnie, der natürlich zum Schickern verführt  Zwinkernd wurde. Aber dat nur nebenbei.)
Ich war beim Kuhbubspielen natürlich der Sheriff von Golden Hill. Bei einem heldenhaften Versuch, einen Viedieb zu stellen (das war vermutlich Rolfi, der später als Politiker Karriere machte), indem ich mich auf seine Beine hechtete, fiel ich so fest auf die Moppe, dass mir ein Arm brach. Mir wurde kotzübel, aber ich schaffte es nach Hause, wo mein Alter (damals ca. 31), mich schlafend auf dem Sofa fand als er aus der Maloche kam.
Er brachte mich in die Hünefeldstrote, und zwar in die so genannte "Knochenmühle", wo sich Dr. Bennewitz, der schlimmste Bollerkopp aller Zeiten, persönlich verarztete, obwohl wir nur eine AOK-Prolls waren. In der Schule (Emilienstrote) wurde ich mit meinem Gips ordentlich bewundert. Alle (besonders die Faulpelze) waren grün vor Neid, weil sie glaubten, ich bräuchte nun für 3-4 Monate keine Hausaufgaben mehr zu machen. Leider war der gebrochene Arm aber der linke  Ärgerlich!
Als alles wieder verheilt war, nahm Bennewitz mir den Gips ab und verabschiedete mich. Da ich Angst hatte, mein Ärmchen könne wieder brechen, gab ich ihm sehr schüchtern die Hand, woraufhin er mich anbrüllte: "Wat is dattenn für'n Händedruck!? Du biss doch 'n Jong! Druck ma festoh zu!!!"
Das sind meine Erinnerungen an Dr. Bennewitz. Als ich dann mit 14 bei H. & W. Heinemann in die Lehre kam, glaubte ich Dr. Bennewitz dort wieder zu begegnen. Es war aber nur sein Doppelgänger, der kurz vor der Rente stehende Steindrucker Fritz Grimm.
« Letzte Änderung: 21. März 2011, 15:28:56 von Ronald » Gespeichert
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